Wissenswertes

Die elektrische Gefahr

Küchenherde, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Bügeleisen, Fritteusen und Heizdecken. Was sich liest wie die Inventarliste eines Elektrohandels ist in Wahrheit ein Auszug aus zahlreichen Einsatzprotokollen der Feuerwehren. Wer im Umgang mit Elektrogeräten unvorsichtig und nachlässig ist, begibt sich oft in große Gefahr. Elektrogeräte sind potentielle Brandherde und sollten daher nicht unbeaufsichtigt sein. Auch ältere Geräte, defekte Stromleitungen oder Steckdosen entpuppen sich als Feuerteufel.

Der Nachbar an der Klingel oder die Freundin am Telefon sind meist für die unglücklichen Ablenkmanöver verantwortlich, die genügen um einen Brand entstehen zu lassen. Der Herd heizt unbeaufsichtigt weiter, bis ein Brand entsteht. Bügeleisen erreichen weitaus höhere Temperaturen, als man glauben möchte. Die erreichten Temperaturen reichen aus, um Textilien oder das Kochgut Feuer fangen zu lassen.

Der bayerische Landesfeuerwehrverband mahnt daher: „Lassen Sie Ihr Bügeleisen niemals unbeaufsichtigt, wenn es eingeschaltet ist.“ Bei einem Brand sollte man erst den Netzstecker ziehen oder die entsprechende Sicherung abschalten. Dann alarmieren Sie die Feuerwehr und versuchen das Feuer erst danach zu löschen. Diese Reihenfolge gilt für alle elektrischen Geräte, die in Brand geraten sind.

Schon beim Kauf kann man aber auf den Brandschutz achten. Schauen Sie ob ihr Elektrogerät über ein Prüfsiegel wie etwa GS-, VDE- oder VdS-Siegel verfügt. Reparaturen sollten Sie immer vom Fachmann ausführen lassen. Nur so können Sie sicherstellen, dass von Ihrem Elektrogerät auch nach der Reparatur keine Gefahr ausgeht.

Elektrogeräte, die auch Wärme entwickeln können, wie zum Beispiel Fernseher oder Computermonitore sollten Sie immer so aufstellen, dass Ihre Lüftungsschlitze nicht verdeckt werden und die Wärme ungehindert abziehen kann. Ein Wärmestau kann im ungünstigsten Fall zu einer Selbstentzündung des Gerätes führen. Lassen die Elektrogeräte, wenn Sie sie gerade nicht benötigen, nicht längere Zeit im Standby-Modus. Das spart nicht nur Strom, sondern wirkt auch einer Überhitzung entgegen. Geräte, die gar den Zweck verfolgen, eine größere Hitze zu entwickeln, wie Toaster oder Tischgrills, sollten Sie außerdem stets nur auf einer feuerfesten Unterlage, wie z.B. der Arbeitsplatte Ihrer Küche verwenden.

Viele Altbauten verfügen über ein erschreckend marodes Netz von Elektroleitungen. Hier kann es leicht zu Kabelbränden kommen. Das passiert besonders häufig dann, wenn zu viele Elektrogeräte den Strom aus einer Steckdose beziehen bzw. wenn es in Ihrer Wohnung zu wenige unabhängige Stromkreise gibt.

Foto: Feuerwehr Geldersheim

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